
Im bislang ungeklärten Fall eines Bergheimers, der 2017 mit einer Schussverletzung am Peringsmaar in Bedburg gefunden wurde, haben die Ermittlungsbehörden neue Maßnahmen durchgeführt. Auslöser war nach dem veröffentlichten Ermittlungsstand ein Hinweis aus der Bevölkerung. Am Donnerstag durchsuchten Einsatzkräfte insgesamt drei Wohnungen in Bedburg und im Kreis Wesel.
Der ursprüngliche Fund liegt fast neun Jahre zurück. Im November 2017 entdeckte ein Spaziergänger den damals schwer verletzten Mann in einem Auto auf dem Wanderparkplatz am Peringsmaar. Er wurde medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht, starb jedoch rund ein Jahr später an den Folgen der Verletzung. Wegen dieser Entwicklung wird das Verfahren als Tötungsdelikt bearbeitet.
Bei einer der aktuellen Durchsuchungen trafen Ermittler in Kamp-Lintfort auf einen 40 Jahre alten Mann. Er wurde im Rahmen des laufenden Verfahrens erkennungsdienstlich behandelt. Ob und in welcher Weise er mit dem Geschehen in Verbindung steht, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen; aus der Maßnahme allein lässt sich keine Tatbeteiligung ableiten. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.
Schon bei der damaligen Spurensicherung waren Beschädigungen durch Schüsse an Verkehrsschildern und an dem abgestellten Fahrzeug dokumentiert worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat bereits ungefähr zwei Tage vor dem Auffinden des Verletzten stattgefunden haben könnte. Welche neue Information die Durchsuchungen ausgelöst hat und ob dabei beweiserhebliche Gegenstände sichergestellt wurden, ist bislang nicht bekannt.