
Die Stadt Hürth treibt die Entwicklung des früheren Kreishausareals zu einem neuen Stadtquartier mit dem Namen AGORA voran. Für das zentral gelegene Gelände liegen inzwischen zwei städtebauliche Ideenskizzen vor. Eine Variante setzt auf eine weitgehend neue Bebauung, während die zweite stärker mit den vorhandenen Gebäuden und Strukturen arbeitet. Beide Ansätze sollen als Grundlage für die weitere fachliche und politische Diskussion dienen.
Mit dem Projekt verfolgt die Stadt mehr als eine reine Neubebauung. Das Quartier soll räumlich und funktional eine Verbindung zwischen Alt-Hürth, Hermülheim und Hürth-Mitte schaffen. Vorgesehen ist ein öffentliches Zentrum, in dem Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule zusammengeführt werden könnten. Ergänzende Gastronomie-, Kultur- und Aufenthaltsangebote sollen dafür sorgen, dass das Gelände nicht nur zu Unterrichts- oder Öffnungszeiten genutzt wird, sondern sich zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt.
Vor einer Entscheidung über die konkrete Gestaltung sind mehrere Untersuchungen erforderlich. Fachleute prüfen unter anderem, welche Anforderungen sich aus dem Artenschutz ergeben und ob in bestehenden Gebäuden Schadstoffe vorhanden sind. Außerdem wurden in Hermülheim und Alt-Hürth bereits Verkehrsströme gezählt. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie das neue Quartier erreichbar gemacht werden kann und welche Auswirkungen zusätzlicher Fuß-, Rad-, Auto- und öffentlicher Verkehr auf die angrenzenden Straßen haben könnte.
Der nächste maßgebliche Schritt ist ein städtebaulicher Wettbewerb, der nach derzeitigem Planungsstand im kommenden Jahr stattfinden soll. Dort sollen Planungsbüros belastbare Konzepte für Gebäude, Freiräume, Wegebeziehungen und die Einbindung in die Nachbarschaft entwickeln. Erst nach Auswertung dieses Verfahrens wird feststehen, welche Elemente der bisherigen Ideenskizzen tatsächlich weiterverfolgt werden. Bis dahin handelt es sich um einen laufenden Planungsprozess und noch nicht um einen endgültig beschlossenen Bauentwurf.