
Ein Gefahrstoffeinsatz hat am frühen Dienstagmorgen, 25. August 2026, im Marien-Hospital Erftstadt für einen größeren Feuerwehreinsatz gesorgt. Im Bereich des Dialysezentrums war gegen 6.30 Uhr ein etwa regentonnengroßer Behälter mit Kaliumkonzentrat geplatzt.
Zwei Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter kamen dabei mit der Flüssigkeit in Kontakt und klagten anschließend über Reizungen. Sie wurden noch vor Ort medizinisch untersucht und behandelt. Nach Angaben der Feuerwehr kam es zu keinen schweren Verletzungen. Weitere Personen waren nach dem bisherigen Stand nicht betroffen.
Die Einsatzkräfte sperrten den betroffenen Bereich ab und gingen unter besonderem Schutz vor. Das ausgelaufene Konzentrat wurde aufgenommen, der Bereich gereinigt und anschließend kontrolliert. Insgesamt waren rund 75 Kräfte von Feuerwehr und weiteren Hilfsdiensten im Einsatz.
Während der Maßnahmen war der Zugang zum Krankenhaus zeitweise eingeschränkt. Nachdem keine weitere Gefahr mehr bestand und die Einsatzstelle freigegeben worden war, konnte das Marien-Hospital gegen 9 Uhr wieder regulär öffnen. Der übrige Klinikbetrieb blieb nach den vorliegenden Informationen weitgehend unbeeinträchtigt.
Kaliumhaltige Konzentrate werden in der Dialyse zur Herstellung beziehungsweise Anpassung von Behandlungslösungen eingesetzt. In hoher Konzentration können sie Haut, Augen und Atemwege reizen, weshalb bei einem Austritt besondere Schutz- und Reinigungsmaßnahmen erforderlich sind.
Quelle: Stadt Erftstadt