Realistisch generiertes Symbolbild eines Golfplatzes bei Pulheim
Erftpost

Die Region Köln-Rhein-Ruhr kann sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf eine deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele machen. Nach Angaben von Radio Erft hat eine Kommission des Deutschen Olympischen Sportbunds die Konzepte aus Nordrhein-Westfalen, München und Berlin miteinander verglichen. Demnach liegt das nordrhein-westfälische Modell nur knapp hinter München, während Berlin in der Bewertung einen deutlich größeren Abstand aufweist.

Für den Rhein-Erft-Kreis ist die Bewerbung unmittelbar relevant: In Pulheim ist der private Golfclub Gut Lärchenhof als Austragungsort für die olympischen Golfwettbewerbe vorgesehen. Damit könnte eine Sportstätte im Kreis Teil eines internationalen Großereignisses werden. Weitere zentrale Wettkampforte der Bewerbung liegen in Köln, darunter das RheinEnergieStadion, die LanxessArena und das Velodrom.

Die Befürworter des Konzepts verweisen vor allem auf die vorhandene Infrastruktur und die vergleichsweise kurzen Wege zwischen den vorgesehenen Standorten. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst sieht darin Vorteile gegenüber konkurrierenden Konzepten. Die Bewerbung solle nach den neueren Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees kompakt, nachhaltig, weniger kostenintensiv und organisatorisch überschaubar ausgerichtet werden.

In Pulheim hat die mögliche Beteiligung bereits deutlichen Rückhalt erhalten. Bei einem Ratsbürgerentscheid im April stimmten nach den veröffentlichten Angaben rund 70 Prozent der Teilnehmenden für eine Olympia-Bewerbung. In Köln lag die Zustimmung bei gut 50 Prozent. Eine weitere richtungsweisende Entscheidung im Auswahlverfahren wird am kommenden Wochenende erwartet; eine endgültige Vergabe der Spiele ist damit jedoch noch nicht verbunden.

Quelle: Radio Erft →
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