Symbolbild: Tierpflegerin kümmert sich in einem Tierheim um einen Hund; daneben ruht eine Katze.
Symbolbild: Erftpost

Im Tierheim Bergheim kümmern sich 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit zahlreichen Ehrenamtlichen um Tiere aus dem gesamten Umfeld. Nach Angaben der Tierheimleitung werden innerhalb eines Jahres etwa 200 Hunde, rund 300 Katzen sowie viele Kleintiere, verletzte Wildtiere und sogenannte Nutztiere aufgenommen, versorgt und nach Möglichkeit in ein neues Zuhause vermittelt.

Die Arbeit ist in den vergangenen Jahren anspruchsvoller geworden. Immer wieder kommen Tiere in einem schlechten gesundheitlichen Zustand oder aus problematischen Haltungsbedingungen in die Einrichtung. Häufig spielen finanzielle Schwierigkeiten der bisherigen Halter eine Rolle. Dadurch entsteht nicht nur zusätzlicher Pflegeaufwand, sondern oftmals auch ein erheblicher Bedarf an tierärztlicher Behandlung.

Bereits die medizinische Grundversorgung eines aufgenommenen Tieres kann hohe Kosten verursachen. Dazu gehören je nach Tierart Untersuchungen, Bluttests, Impfungen, Entwurmung, Kennzeichnung und Kastration. Sind Operationen oder längere Klinikaufenthalte notwendig, steigen die Ausgaben deutlich. Die von Kommunen gezahlten Tagessätze sowie die Schutzgebühren bei einer Vermittlung reichen nach Darstellung der Verantwortlichen nicht aus, um sämtliche Kosten zu decken.

Für einen vermittelten Hund erhebt das Tierheim derzeit eine Schutzgebühr von 500 Euro, für eine Katze 250 Euro. Diese Beträge decken jedoch nur einen Teil der tatsächlichen Aufwendungen, insbesondere wenn ein Tier längere Zeit betreut oder intensiv medizinisch behandelt werden muss. Die Schutzgebühr umfasst zugleich wichtige Vorleistungen: Die Tiere werden untersucht, geimpft, gekennzeichnet und – soweit vorgesehen – kastriert abgegeben.

Neben Hunden und Katzen versorgt die Einrichtung auch Kaninchen und andere Kleintiere sowie verletzte oder verwaiste Wildtiere. Auf dem Gelände leben zudem Ziegen, Hühner, Gänse und Schafe. Damit möchte das Tierheim den Blick der Besucherinnen und Besucher auch auf Tiere lenken, die üblicherweise als Nutztiere wahrgenommen werden. Besuche von Schulklassen und Kindergartengruppen sollen Kindern einen verantwortungsvollen und mitfühlenden Umgang mit Tieren vermitteln.

Eine wichtige Stütze des laufenden Betriebs sind die Ehrenamtlichen. Sie führen Hunde aus, beschäftigen sich mit Katzen, übernehmen Wäsche- und Reinigungsarbeiten oder helfen bei weiteren alltäglichen Aufgaben. Nach Angaben der Tierheimleitung wird zusätzliche Unterstützung fortlaufend benötigt. Auch Spenden bleiben wichtig, um Futter, medizinische Versorgung und Unterbringung finanzieren zu können.

Wer ein verletztes Wildtier findet, ein entlaufenes Haustier melden möchte oder den Verdacht auf eine nicht artgerechte Haltung hat, kann sich an das Tierheim beziehungsweise die zuständigen Behörden wenden. Hinweise und Kontaktmöglichkeiten stellt das Tierheim Bergheim auf seiner Internetseite bereit.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger →
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