
Die Kolpingstadt Kerpen hat die im Frühjahr eingerichtete Task Force für das Standesamt Mitte September wieder aufgelöst. Das zeitweise eingesetzte Team sollte die Arbeitsfähigkeit der Behörde stabilisieren, nachdem zahlreiche Personalausfälle Anfang 2026 zu erheblichen Verzögerungen und Einschränkungen geführt hatten.
Nach Angaben der Stadt konnten die aufgelaufenen Rückstände inzwischen weitgehend abgearbeitet werden. Zusätzliches Personal verbesserte während der Übergangsphase die Erreichbarkeit und unterstützte bei der Bearbeitung offener Anliegen. Parallel wurden vakante Stellen dauerhaft nachbesetzt und neue Beschäftigte eingearbeitet.
Auch die internen Kommunikationswege wurden neu geordnet. Damit soll das Standesamt bei wichtigen Anliegen wie Eheschließungen, Geburts- oder Sterbefällen wieder verlässlich erreichbar sein. Bürgermeister Thomas Jurczyk hatte die verwaltungsinterne Task Force Ende April eingesetzt, nachdem sich Beschwerden aus der Bevölkerung gehäuft hatten.
Die Verwaltung bewertet die Entwicklung als deutliche Stabilisierung, sieht den Prozess aber noch nicht als vollständig abgeschlossen an. Die neuen Abläufe und die personelle Verstärkung müssten sich nun dauerhaft bewähren. Zuständiger Dezernent Cem Yilmaz kündigte an, die weitere Entwicklung aufmerksam zu begleiten.