Symbolbild einer gut besuchten Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung
Erftpost

Der Entwurf für die kommunale Wärmeplanung in Erftstadt hat bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung rund 100 Interessierte in die Mensa des Ville-Gymnasiums gezogen. Im Mittelpunkt standen Fragen, die viele Eigentümerinnen und Eigentümer unmittelbar betreffen: Wo könnten Wärmenetze entstehen, welche Perspektive hat das Gasnetz und welche Heiztechnik kommt für einzelne Gebäude künftig infrage?

Vertreter der Stadt, der GVG Rhein-Erft, der SME Management GmbH und des Energie-Kompetenz-Zentrums des Rhein-Erft-Kreises erläuterten, dass der Wärmeplan zunächst das gesamte Stadtgebiet betrachtet. Er soll Bereiche mit hohem Wärmebedarf, mögliche erneuerbare Quellen und technisch sowie wirtschaftlich sinnvolle Versorgungswege sichtbar machen. Ausgewiesene Fokusgebiete bedeuten dabei noch keine Entscheidung für den Bau eines Wärmenetzes.

Auch gemeinschaftliche Lösungen in einzelnen Straßen oder Nachbarschaften waren Thema des Abends. Interessierte Eigentümer können sich etwa in einer Gemeinschaft, einem Verein oder einer Genossenschaft zusammenschließen und fachlich beraten lassen. Wer kurzfristig eine neue Heizung benötigt, sollte nach Angaben der Fachleute dennoch nicht allein auf einen späteren Netzanschluss warten, sondern den Zustand und Bedarf des eigenen Gebäudes prüfen lassen.

Bis zum 14. Oktober 2026 ist eine Beteiligung am Entwurf möglich. Gefragt sind unter anderem Hinweise auf bislang nicht berücksichtigte Wärmequellen, Interesse an gemeinschaftlicher Versorgung sowie örtliche Besonderheiten oder geplante Bauvorhaben. Die Stadt will die eingehenden Rückmeldungen prüfen und in die weitere Bearbeitung einbeziehen.

Quelle: Stadt Erftstadt →
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