
Die Stadt Frechen erweitert ihre Maßnahmen zur Beobachtung und Bekämpfung von Ratten im öffentlichen Raum. Der Haupt-, Personal- und Finanzausschuss beauftragte die Verwaltung am 15. September 2026 damit, zusätzliche gesicherte Köderboxen anzuschaffen und sie während einer einjährigen, bedarfsorientierten Probephase oberirdisch einzusetzen. Ausgangspunkt war ein Antrag der SPD-Fraktion vom 17. Juni.
Nach Auswertung der bisherigen Meldungen und der automatisch überwachten Anlagen in der Kanalisation sieht die Verwaltung gegenwärtig keine Hinweise auf eine außergewöhnliche Rattenplage. In der öffentlichen Kanalisation sind nach den vorgelegten Angaben 87 aktive Köderboxen im Einsatz. Die dort registrierte Aktivität sei derzeit gering; erkennbare Schwerpunkte innerhalb des Kanalnetzes bestünden nicht.
Viele gemeldete Tiere werden nach Einschätzung der Fachverwaltung dagegen in der Nähe von Häusern, Grünanlagen und offen zugänglichen Nahrungsquellen beobachtet. Wilde Müllablagerungen, überfüllte Abfallbehälter, Kompoststellen oder dauerhaft gefüllte Futterplätze können Ratten anziehen. Die zusätzlichen oberirdischen Boxen sollen der Stadt verlässlichere Daten liefern und ein längerfristiges Monitoring ausgewählter öffentlicher Bereiche ermöglichen.
Für private Grundstücke bleiben grundsätzlich die Eigentümerinnen und Eigentümer zuständig. Die Stadt empfiehlt, Abfälle sicher zu entsorgen, mögliche Futterquellen zu beseitigen und bei einem Befall erforderlichenfalls einen Fachbetrieb einzuschalten. Meldungen zu öffentlichen Flächen können weiterhin an die Stadt gerichtet werden. Der Verlauf des einjährigen Tests soll in die Beschlussüberwachung aufgenommen werden.