
Örtliche Gewitter und Starkregen können im Rhein-Erft-Kreis sehr unterschiedlich ausfallen: Während ein Stadtteil von kräftigem Regen betroffen ist, bleibt es wenige Kilometer entfernt möglicherweise trocken. Eine umfangreiche wissenschaftliche Messkampagne in der Kölner Bucht soll dazu beitragen, solche kleinräumigen Wetterentwicklungen künftig genauer vorherzusagen.
Für das Projekt wurde über mehrere Wochen ein besonders dichtes Netz verschiedener Messsysteme eingesetzt. Die Forschenden sammelten Daten unter anderem mithilfe von Wetterstationen, Satelliten, Wetterballons und Drohnen. Auch ein Forschungszeppelin kam zum Einsatz. Durch die Kombination der Messwerte sollen Entstehung, Bewegung und Intensität lokaler Wetterzellen besser nachvollzogen werden.
Ein Messstandort befand sich in Pulheim-Sinthern. Damit fließen Beobachtungen aus dem Rhein-Erft-Kreis unmittelbar in die wissenschaftliche Auswertung ein. Die gewonnenen Daten können anschließend genutzt werden, um Wettermodelle zu prüfen und weiterzuentwickeln.
Von präziseren Modellen könnten langfristig nicht nur gewöhnliche Wettervorhersagen profitieren. Genauere regionale Einschätzungen sind insbesondere bei Starkregen, Gewittern und anderen kurzfristigen Wettergefahren wichtig, weil Warnungen dadurch räumlich besser eingegrenzt werden könnten. Wann konkrete Verbesserungen in allgemein verfügbaren Prognosen sichtbar werden, ist derzeit noch nicht angegeben.