
Der Arbeitsmarkt im Rhein-Erft-Kreis hat sich während der Sommerferien spürbar abgeschwächt. Im August 2026 waren nach den veröffentlichten Zahlen mehr als 18.400 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einem Anstieg von gut vier Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent.
Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei jungen Menschen unter 20 Jahren aus. Ein Teil dieses Anstiegs hängt mit dem Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Studium zusammen: Nach dem Ende des Schuljahres melden sich viele Jugendliche vorübergehend arbeitslos, bevor im Spätsommer oder Herbst eine Ausbildung oder ein anderer Bildungsweg beginnt.
Neben den gestiegenen Arbeitslosenzahlen gibt es ein positives Signal bei der Nachfrage der Betriebe. Den Arbeitsmarktstellen wurden aktuell 680 offene Stellen gemeldet. Das sind fast 200 mehr als noch im Juli. Für Arbeitssuchende wächst damit zumindest das offiziell erfasste Angebot, auch wenn Qualifikation, Arbeitsort und Beschäftigungsumfang passen müssen.
Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, wie viele junge Menschen ihre Ausbildung beginnen und wie schnell die neu gemeldeten Stellen besetzt werden. Wer eine Beschäftigung sucht, sollte neben großen Jobbörsen auch regionale Angebote der Arbeitsagentur, der Kommunen und des Erftpost-Arbeitsmarkts regelmäßig prüfen.