Erftpost-Symbolbild einer friedlichen Beschäftigtenkundgebung vor einem Industriebetrieb
Erftpost

Beschäftigte aus der regionalen Auto- und Zulieferindustrie haben sich am Montag an einem bundesweiten Aktionstag der IG Metall beteiligt. Nach Angaben von Radio Erft gehören dazu Belegschaften des Eisenwerks Brühl und von Hanon Systems. Auch Beschäftigte von Ford in Köln waren zu Protesten aufgerufen. Damit erreicht die Debatte über Stellenabbau, Arbeitszeiten und Investitionen unmittelbar Unternehmen und Arbeitsplätze in der Region.

Die IG Metall hatte den Aktionstag unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag“ organisiert. Die Gewerkschaft wirft Teilen der Automobilbranche vor, notwendige Investitionen in neue Produkte, Digitalisierung und Zukunftstechnologien zu lange aufgeschoben zu haben. Beschäftigte sollten nach ihrer Darstellung nicht allein die Folgen dieser Entscheidungen tragen. Die Positionen der Gewerkschaft sind Forderungen und werden nicht als neutrale Tatsachenbehauptungen übernommen.

Zu den bundesweiten Forderungen gehören Investitionen in Standorte und zukunftsfähige Produkte, Qualifizierung der Beschäftigten sowie der Erhalt tariflicher Arbeitsbedingungen. Gegenüber der Politik verlangt die IG Metall unter anderem eine aktivere Industriepolitik und stärkere Berücksichtigung europäischer Wertschöpfung. Arbeitgeberpositionen zu den konkreten Aktionen an den Brühler Standorten lagen zunächst nicht in gleicher Detailtiefe vor.

Für den Rhein-Erft-Kreis ist die Entwicklung besonders relevant, weil das Eisenwerk Brühl und weitere Zulieferbetriebe zahlreiche industrielle Arbeitsplätze sichern und eng mit der Automobilproduktion verbunden sind. Welche konkreten Folgen die laufenden Spar- und Umbauprogramme für die einzelnen Standorte haben, hängt von den Entscheidungen der Unternehmen ab. Der Aktionstag macht vor allem sichtbar, dass die Beschäftigten frühzeitig an diesen Entscheidungen beteiligt werden wollen.

Quelle: Radio Erft / IG Metall →
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