
Haushalte in Erftstadt müssen sich nach den aktuellen Planungen auf deutlich höhere Kosten für Trinkwasser und Abwasser einstellen. Der Betriebsausschuss der Stadtwerke hat über neue Preise und Gebühren beraten. Vorgesehen ist, die Schmutzwassergebühr von derzeit 2,76 Euro auf 3,72 Euro je Kubikmeter anzuheben. Das entspricht einem Plus von rund 35 Prozent.
Auch beim Niederschlagswasser soll sich der Satz verändern. Die Gebühr soll von 0,82 Euro auf 0,93 Euro je Quadratmeter steigen. Beim von den Stadtwerken gelieferten Trinkwasser ist eine Anhebung des Arbeitspreises von 1,37 Euro auf 1,91 Euro brutto je Kubikmeter vorgesehen. Zusätzlich soll der monatliche Grundpreis, der seit 2022 bei 11,09 Euro liegt, ab 2027 auf 17,21 Euro steigen.
Als Hintergrund werden unter anderem lange Zeit unveränderte Wasserpreise und eine rechtliche Umstellung bei der Abwasserabrechnung genannt. Die Gemeindeprüfungsanstalt hat die Kalkulation der Abwassergebühren begleitet. Nach dem Ende einer gesetzlichen Übergangsfrist müsste auf bisherige Abwasserentgelte Umsatzsteuer erhoben werden; die Umstellung auf Gebühren soll diese Belastung vermeiden.
Nicht alle Ortsteile wären vom neuen Trinkwassertarif betroffen. Niederberg, Borr, Scheuren, Friesheim, Bliesheim und Erp werden nicht durch das städtische Trinkwassernetz versorgt. Die beratenen Zahlen sind noch keine endgültige Rechnung: Über die entsprechenden Satzungen und Preisregelungen muss der Rat der Stadt Erftstadt entscheiden. Für Haushalte empfiehlt sich deshalb, die abschließende Beschlussfassung und die Veröffentlichung der Stadtwerke abzuwarten.