
Die Tafel baut ihre Lagerkapazitäten im regionalen Logistikzentrum in Mechernich aus. Auf dem befestigten Gelände der früheren Barbaraschule entsteht eine zusätzliche Halle, in der Lebensmittel und andere Waren zwischengelagert werden können. Nach den Planungen bietet der Neubau Raum für bis zu 40 weitere Paletten.
Von der Erweiterung profitiert nicht allein die Ausgabestelle vor Ort. Das Logistikzentrum dient zugleich als Drehscheibe für Tafeln in mehreren umliegenden Städten. Auch die Erftstädter Tafel kann dort zusätzliche Waren übernehmen, wenn entsprechende Mengen verfügbar sind. Weitere angeschlossene Standorte liegen unter anderem in Monschau, Stolberg und Swisttal.
Hinter dem Ausbau steht eine spürbar gestiegene Nachfrage nach Unterstützung. Nach Angaben aus dem Umfeld der Tafel wenden sich inzwischen mehr deutsche Familien, alleinlebende Menschen und besonders ältere Personen mit kleiner Rente an die Einrichtungen. Hohe Lebensmittelpreise und knappe Haushaltsbudgets sorgen dafür, dass die Tafeln mehr Menschen versorgen müssen, während verfügbare Spendenmengen nicht automatisch im gleichen Umfang wachsen.
Größere Lagerflächen helfen dabei, angelieferte Waren besser zu bündeln und bedarfsgerecht an die angeschlossenen Ausgabestellen weiterzugeben. Gerade bei größeren Spenden oder kurzfristig verfügbaren Lebensmittelposten ist ausreichend Platz entscheidend, damit verwertbare Ware nicht abgelehnt werden muss. Für Erftstadt bedeutet die neue Halle damit eine stabilere regionale Versorgungsstruktur, auch wenn Umfang und Zeitpunkt einzelner Lieferungen weiterhin von den tatsächlich eingehenden Spenden abhängen.