Symbolbild des Strukturwandels mit Tagebau, Windenergie, Solaranlagen und neuer Industrie
Erftpost

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier ist am Donnerstag, 24. September, bei einer großen Revierkonferenz im Medio Rhein-Erft in Bergheim beraten worden. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zogen eine Zwischenbilanz und diskutierten die nächste Phase der Entwicklung nach dem Ausstieg aus der Braunkohle.

Ein Bürgerrat aus 100 ausgelosten Einwohnerinnen und Einwohnern übergab NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur einen Katalog mit 100 Vorschlägen. Das Gremium hatte sich an mehreren Wochenenden mit den Folgen des Umbruchs beschäftigt. Die Empfehlungen sollen die Erfahrungen und Erwartungen der Menschen stärker in Entscheidungen über neue Arbeitsplätze, Infrastruktur, Bildung, Flächenentwicklung und Lebensqualität einbringen.

Für den Umbau des Reviers stehen nach den veröffentlichten Angaben insgesamt 14,8 Milliarden Euro von Bund und Land zur Verfügung. In einer ersten Förderphase wurden bereits mehr als 600 Projekte angestoßen und rund drei Milliarden Euro aus verschiedenen Förderprogrammen investiert. Mit dem kommenden Jahr beginnt eine weitere Förderphase, bei der Wirtschaft und Entwicklung des Kernreviers stärker in den Mittelpunkt rücken sollen.

Für den Rhein-Erft-Kreis ist der Prozess besonders bedeutsam, weil Tagebaue, Kraftwerke und energieintensive Unternehmen die Region über Jahrzehnte geprägt haben. Neue Industrie-, Forschungs- und Infrastrukturprojekte müssen rechtzeitig tragfähige Beschäftigung schaffen. Die Übergabe der Vorschläge ist deshalb kein Abschluss, sondern ein Arbeitsauftrag: Nun muss sichtbar werden, welche Empfehlungen in konkrete Programme und Projekte einfließen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger / Zukunftsagentur Rheinisches Revier →
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