Baustelle mit Rohrvortriebsmaschine und Schutzrohren an einem kleinen Fluss
Erftpost

An der Rheinwassertransportleitung hat bei Bergheim-Glesch ein technisch anspruchsvoller Bauabschnitt begonnen. Eine Rohrvortriebsmaschine soll die Erft unterirdisch queren. Die Arbeiten finden in geschlossener Bauweise statt, sodass das Flussbett nicht für einen offenen Graben aufgerissen werden muss.

Nach Angaben von RWE werden von einer rund zehn Meter tiefen Startgrube zunächst Stahlbeton-Schutzrohre bis zu einer Zielgrube vorgetrieben. In diese Schutzrohre werden später die eigentlichen Stahlleitungen eingezogen. Unter der Erft entstehen zwei parallele Strecken mit jeweils rund 200 Metern Länge und einem Durchmesser von etwa 2,80 Metern.

Die eingesetzte Vortriebsmaschine trägt den Namen „Marie-Cecil“. Sie ist im montierten Zustand rund elf Meter lang, hat einen Außendurchmesser von 3,40 Metern und wiegt etwa 125 Tonnen. Der Vortrieb erfolgt ungefähr neun Meter unter der Oberfläche. RWE hatte die Maschine nach einer Schildtaufe Ende Oktober mit einem Kran in die Startgrube gehoben.

Die Arbeiten sollen nach aktuellem Planungsstand im Februar 2027 abgeschlossen sein. Die Rheinwassertransportleitung ist Teil der Vorbereitungen für die späteren Tagebauseen im Rheinischen Revier. Über sie soll nach dem Ende der Braunkohlenförderung Rheinwasser in die ehemaligen Tagebaue transportiert werden.

Quelle: RWE Power →
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