Feuerwehr löscht brennende Gitterboxen mit Elektroschrott in einem Gewerbegebiet
Symbolbild: Erftpost

Im Bergheimer Stadtteil Paffendorf ist am Freitagabend, 21. August 2026, ein schwerer Brand auf dem Gelände eines Recyclingbetriebs ausgebrochen. Gegen 18.20 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Willy-Messerschmitt-Straße gerufen. Nach den vorliegenden Informationen gerieten zunächst rund 50 Gitterboxen in Brand, in denen Akkus und ausrangierte Elektrogeräte lagerten. Die Ursache des Feuers war am Abend noch nicht geklärt. Hinweise auf verletzte Personen lagen nach Angaben aus dem Einsatz zunächst nicht vor.

Die Flammen breiteten sich trotz eines umfangreichen Löschangriffs auf eine angrenzende Lagerhalle aus. Die Feuerwehr Bergheim löste Stadtalarm aus und rückte mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften aller zehn Einheiten an. Insgesamt waren mehr als 100 Feuerwehrleute beteiligt. Unterstützung kam unter anderem aus Frechen und Elsdorf sowie von der Werkfeuerwehr des Kraftwerks Neurath. Das Technische Hilfswerk wurde mit einem leistungsfähigen Gabelstapler angefordert, um miteinander verschmolzene und besonders schwere Gitterboxen bewegen zu können.

Brennende Akkus und Elektroaltgeräte sorgten für eine massive dunkle Rauchwolke, die weit über Bergheim hinaus sichtbar war. Weil der Rauch zeitweise in Richtung der Autobahn zog, wurde die A61 in Fahrtrichtung Venlo gesperrt. Über die Warn-App NINA informierten die Behörden die Bevölkerung im nördlichen Rhein-Erft-Kreis über eine mögliche starke Geruchsbelästigung. Nach dem damaligen Stand ergaben Messungen beziehungsweise die Bewertung der Behörden keine konkrete Gesundheitsgefahr.

Anwohnerinnen und Anwohner wurden dennoch vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Der Bereich rund um das Gewerbegebiet sollte weiträumig umfahren und die Zufahrten für nachrückende Einsatzfahrzeuge freigehalten werden. Notrufnummern sollten ausschließlich für tatsächliche Notfälle genutzt werden. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht an; eine abschließende Einschätzung zur Schadenshöhe und zur Brandursache stand zunächst noch aus.

Update 22.08.2026 :

Kurz nach Mitternacht hatten die Einsatzkräfte den Großbrand unter Kontrolle. Beendet war der Einsatz damit jedoch nicht: Im Inneren der Halle glimmten weiterhin Teile des gelagerten Elektroschrotts. Mit Spezialgerät des Technischen Hilfswerks, darunter Radlader und Gabelstapler, wurde das Material auseinandergezogen, damit verborgene Brandnester erreicht und abgelöscht werden konnten. Dabei flammten einzelne Bereiche immer wieder auf.

Die Arbeiten waren zusätzlich erschwert, weil ein Teil der Halle als einsturzgefährdet galt und von den Einsatzkräften nicht betreten werden durfte. Die Feuerwehr musste diesen Abschnitt deshalb von außen löschen. Nach einer ersten Bilanz wurde ungefähr ein Drittel der Halle zerstört; rund zwei Drittel konnten vor den Flammen bewahrt werden.

Am Samstagmorgen war keine Rauchentwicklung mehr zu sehen. Die Warnung über die App NINA wurde zurückgenommen. Rund 50 Feuerwehrleute blieben dennoch vor Ort, um die Nachlöscharbeiten bis in den Abend fortzusetzen. Anschließend sollte eine Brandwache das Gelände weiter kontrollieren, damit mögliche neue Glutnester früh erkannt werden.

Quelle: Kölnische Rundschau / Radio Erft →
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