
Die Suche nach einer langfristigen Lösung für das insolvente Marien-Hospital in Erftstadt dauert an. Insolvenzverwalter André Dobiey berichtete dem Stadtrat, dass Gespräche mit mehreren möglichen künftigen Trägern geführt werden. Dabei würden unterschiedliche Modelle geprüft und mit dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium abgestimmt.
Der Krankenhausbetrieb soll währenddessen uneingeschränkt weiterlaufen. Das Haus verfügt über 130 Planbetten und versorgt Patientinnen und Patienten unter anderem in Innerer Medizin, allgemeiner Chirurgie, Intensivmedizin und Anästhesie. Auch die zentrale Notaufnahme bleibt rund um die Uhr geöffnet. Zum Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung Ende 2025 waren rund 400 Menschen beschäftigt.
Nach Darstellung des Insolvenzverwalters erschweren der Kostendruck im Krankenhaussektor und veränderte finanzielle Rahmenbedingungen die Investorensuche. Dennoch werde weiterhin eine Lösung noch in diesem Jahr angestrebt. Dobiey stellte zugleich klar, dass dies keine insolvenzrechtlich bindende Frist ist und die Suche erforderlichenfalls 2027 fortgesetzt werden kann.
Die nicht insolvente Tochtergesellschaft Münch-Stift-APZ GmbH mit ihrer stationären Altenpflege arbeitet ebenfalls weiter. Die Stadt hebt die Bedeutung des Krankenhauses für die medizinische und rettungsdienstliche Versorgung in Erftstadt und im südlichen Rhein-Erft-Kreis hervor.